Regatta-Berichte

28./29.Mai 2016, Frühjahrs-Jollenregatta,  Tankumsee, WSCG

Diese Regatta fand bei leichtem, etwas böigem Wind statt. Gute Voraussetzungen für ein entspanntes Segeln. Insgesamt waren acht Monarchsegler und fünf weitere Jollensegler am Start.

Fotos von Hans-Jürgen Güllerkers

1.Wettfahrt

Alle Boote wurden zusammen gestartet. Es mussten zwei Runden durchsegelt werden, wobei am Tankumsee eine Runde immer aus Dreieck und Schenkel besteht; also runden der Bahnmarken A-B-C-A-C. Die beiden guten Lasersegler sind direkt vorn. Aber auch Hans und Hans-Jürgen erwischen einen guten Start und können sich bald von den anderen Monarchen absetzen. Rüdiger war vor der Linie und musste noch einmal zurück; dennoch wurde er am Ende in dieser Wettfahrt Dritter. Hans-Jürgen setzte sich gegen Hans durch und gewann diesen Lauf.

 

2.Wettfahrt

Beim Startablauf wird von der Regattaleitung vergessen, die Flagge „i“ zu streichen, womit mehrere Segler verwirrt waren. Die meisten Segler starteten aber nach ihrer Uhr zur eigentlich richtigen Zeit. Rüdiger war ganz vorn. Die Regattaleitung merkte jedoch ihren Fehler und setzte einen Gesamtrückruf ab. Beim Neustart konnte sich Hans sofort nach vorn segeln, verfolgt von Hans-Jürgen und Philipp. Carlo und Axel kämpften dahinter um die Plätze, Rüdiger blieb nach schlechtem Start weit zurück. Achim als Fahrtensegler segelte gemütlich ohne Stress auf dem letzten Platz.

 

3.Wettfahrt

Diesmal setzten sich Rüdiger und Philipp direkt nach dem Start vom Feld ab. Diese Wettfahrt, wie auch die zweite, führte nur über eine Runde, wobei es sehr schwer wird, nach einem nicht so guten Start, seine Position noch zu verbessern. Dieses „Kunststück“ gelang Hans, der Philipp noch auf der Ziellinie mit dem Vorsprung von einer Sekunde den zweiten Platz entriss.

 

Für diesen Samstag war das Regattasegeln zu Ende. Die Monarchgruppe traf sich dann am Abend in Gifhorn, um dort im Brauhaus gut bürgerlich zu Essen und zu Klönen.

Fotos von Ritva Sommerfeld

Am Sonntag wurde die Regatta wieder aufgenommen und es konnten noch zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Der Wind war allerdings ziemlich schwach und ließ zum Ende der zweiten Wettfahrt an diesem Tag fast ganz nach.

4.Wettfahrt

Es mussten wieder zwei Runden durchsegelt werden. Philipp hatte sofort sein Boot auf Platz eins gebracht und konnte sich der Angriffe von Rüdiger immer wieder erwehren. Axel und Dietmer mischten auf der ersten Runde auch kräftig vorn mit, wurden dann aber doch von Hans und Hans-Jürgen auf die Plätze verwiesen.

 

5.Wettfahrt

Wieder ist Philipp beim Start vorn, gefolgt von Rüdiger, Dietmer und Axel. Alle kämpfen beim Runden der ersten Luvtonne um ihre Position. Da der Wind im Laufe der zwei Runden immer schwächer wurde, war sehr aufmerksames Segeln mit Ausnutzung jeder kleinen Windböe angesagt. Jede Wende zur falschen Zeit wurde grausam bestraft, in dem das Boot häufig seine Fahrt fast auf Null herunterschraubte.

Dann passierte Hans das Missgeschick, dass er Grundberührung an der Landzunge bekam; gerade als er Rüdiger, der direkt vor ihm lag, vor dieser Untiefe warnen wollte. Hans musste mit dem Motorboot von der Sandbank gezogen werden und schied aus.

Carlo und Achim waren am Sonntag schon nicht mehr am Start. Für Philipp war jetzt zu wenig Wind (er segelt viel lieber bei ordentlichen vier Windstärken). Hans-Jürgen segelte nun an dritter Position, kurz hinter Rüdiger und es gelang ihm, auch mit viel Glück durch die richtige Segelstellung zur richtigen Zeit, Rüdiger zu überholen, Philipp zu erreichen und auch zu überholen.

Durch den Sieg in der fünften Wettfahrt wurde Hans-Jürgen auch Gesamtsieger. Bei fünf Wettfahrten und einem Streicher ergibt sich der Sieger häufig erst in der letzten Wettfahrt. (siehe Ergebnisliste).

 

Fazit:

Vor dieser fünften Wettfahrt konnte jeder der bis dahin auf den Plätzen eins bis vier liegende Segler die Regatta für sich entscheiden; jeder hatte bisher einen Lauf gewonnen.

Der Gesamtsieg wurde also vom ersten Platz in der fünften Wettfahrt entschieden. Ein spannendes Finale also.

 

An Land gab es denn Leckeres vom Grill, sowie Kaffee und Kuchen. Als Regattapreise wurden für die ersten drei Segler Dauerwürste verteilt.

 

PS. Von dieser großen Wurst haben meine Frau und ich viele Tage beim Fahrtensegeln an der Müritz gezehrt.

 

Hans-Jürgen, GER 382