Segeln auf dem Scharmützelsee

13. - 21. Mai 2017

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Bericht

Der Scharmützelsee liegt zwischen dem Kurort Bad Saarow im Norden und Wendisch- Rietz  im Süden, ist ca 12 km lang und verläuft süd- süd-westlich. Auf Höhe des Ortsteils Bad Saarow-Dorf ragt eine Halbinsel in den See und es gibt die Inseln Großer und Kleiner Werl.

Dort hat der Seglerverein am Werl e.V. sein Domizil mit einem schönen Clubhaus aus den 20er Jahren.

 

Zum diesjährigen Treffen der Fahrtensegler hatten sich 9 Bootseigner mit Ihren Ehefrauen und Angehörigen angemeldet. Von den Seglern am Werl wurden wir sehr herzlich empfangen und konnten mit Hilfe der beiden Hafenmeister unsere Boote von unseren Anhängern per Kran auf einen Schienenslipwagen setzen und ins Wasser bringen.

Der größere Teil der Flotte kam auch im vereinseigenen Hafen unter, der Rest fand Liegeplätze im Hafen der Scharmützelsee-Schifffahrt an der Kurpromenade.

 

Unser Neumitglied Winfried Klimitz war am 8.5.17 angereist und fand Quartier im Clubhaus, obwohl er eigentlich dort zelten wollte.  Ich kam am Folgetag mit dem Wohnmobil und bald waren unsere Boote im Wasser. Der erste Schlag dauerte aber nicht lange, da ein letzter verirrter April-Schneeschauer uns wieder an Land trieb. Dann wurde es Gott sei Dank sonniger und wärmer. Mittlerweiler kam auch Peter Schreier mit seinem Wohnmobil, so dass die Übernachtungsgäste des Seglervereins als Vorhut komplett waren.

 

Zunächst wurden die Orte um den See per Fahrrad und vom Boot aus erkundet, vor allem im Hinblick auf Anlande- und Einkehrmöglichkeiten.

 

Die restlichen Teilnehmer reisten Freitag/Samstag, 12./13.5.17 an und bezogen Ihre Privatquartiere in Bad Saarow, am Samstag erfolgte dann die konzertierte Kran- und Slipaktion. Die Wetter- und Windverhältnisse waren in der ganzen Woche stabil und zufriedenstellend  bis ca 4(5) Bft, nur an einem Tag schlief der Wind fast ein.

 

Wie üblich wurde am Morgen per Handy konferiert, wann wir uns im nördlichen Seeteil treffen und wohin wir segeln sollten. Bei der Nordsüdausrichtung  kann man bei Westwind  schöne Halbwindkurse segeln und sich für einen Einkehrpunkt entscheiden.

Die nächstliegende Anlandemöglichkeit war das historische Cafe Dorsch am bewaldeten Westufer. Hier waren wir gern gesehene Gäste und konnten uns mit Seeblick auf der Terrasse ausruhen und stärken. Im Lokal war die Galerie der Promis zu bewundern, die hier schon vor dem Krieg einkehrten, wie z.B. Max Schmeling, der seine Anni Ondra in Bad Saarow geheiratet hat.

 

Weiter im Süden lud uns mehrmals der Hafen von Wendisch-Rietz zum Anlegen ein, der von hübschen nordischen Ferienhäusern gesäumt wird, wenngleich das Personal des Hafenrestaurants  noch zum Geldverdienen getragen werden musste.

Bei der Ausfahrt aus dem Hafenkanal passierte das einzige Malheur, als Peter mit seinem Fall in einem Baum hängen blieb, das dann ausrauschte. Hans Meyer schleppte ihn unter Segel ab. Von einem Treppenhausfenster des Clubhauses konnte das Fall wieder eingefädelt werden und weiter ging’s.

 

So hatten  wir insgesamt unseren Segelspaß, auch wenn einige von uns manchmal „Rücken“ und andere Wehwehchen hatten, denn wir waren ja alle 65+.

 

Für die Abende hatten unsere mitgereisten Partnerinnen und Angehörige jeweils Tische in unterschiedlichen  Restaurants bestellt mit Schwerpunkt Fisch. Peter Schreier feierte seinen 70. Geburtstag und lud alle zum gemeinsamen Abendessen ein. Eine besondere Empfehlung des Hafenmeisters war das Hotel und Restaurant  Fisch-Haus  am kleinen Glubigsee in Wendisch-Rietz..

 

Mit Hans-Peter Busse und seinen 3 Damen wurde eine Dampfer-Rundreise um den See unternommen, während der nur Hans Meyer und Peter Seyler mit ihrem Monarch unterwegs waren.

 

Nun verging die Segelwoche wie im Fluge und am Samstag 20.5.17 war das Auskranen angesagt, da an diesem Wochenende der Werlcup 2017 stattfand, Regatten der Laser Radial, Laser 4.7 und Cadetjollen.

 

Nur Gerd Nagel, Hans Meyer und ich blieben noch bis Montag und kranten dann aus.

Zum Abschiedsessen fanden wir uns an der Kurpromenade ein und genossen noch mal die ruhige Abendstimmung an diesem wundervollen See.

Alle Teilnehmer sind in einer Tagesreise wohlbehalten in ihren Wohnorten angekommen, mein neuer Echtermann-Anhänger musste aber zeigen, dass er auch die Serpentinen über das Kyffhäusergebirge nach Bad Frankenhausen bewältigen kann, wo ich das Panorama-Museum mit dem Großgemälde des Malers Tübke über den Bauernkrieg angeschaut und direkt neben dem WoMo-Stellplatz das Thermalbad genossen habe, bevor ich dann trotz Turbolader- Problemen im Notlaufprogramm den Segelclub Mainspitze erreichte.

 

Es war wieder eine schöne kameradschaftliche Segelveranstaltung, die hoffentlich im nächsten Jahr ihre Fortsetzung findet.

 

Euer Klassenhäuptling Winfried Jackenkroll