Fahrtensegelbericht 2016

Segeln auf der Müritz vom 30.05 bis 12.06. 2016

Tagebuch eines Teilnehmers

 

Montag, 30.05.

Im Anschluss an das Wochenende 27.05/29.05 2016 am Tankumsse mit der JahreshauptVersammlung der Monarch-Klassenvereinigung und der Frühjahrsjollen-Regatta vom WCSG fuhr ich mit Frau und Hund direkt von Isenbüttel über Salzwedel nach Röbel an die Müritz.

Nach Ankunft in Röbel wird das Boot in der Marina abgestellt und das Kranen für den nächsten Tag vereinbart. Drei Monarch-Jollen stehen schon bereit zum Aufriggen und Kranen an Land.

Wir suchen erst einmal unser Quartier (Ferienwohnung) für die nächsten zwei Wochen auf und besorgen das Nötigste für unser Frühstück.

Dienstag, 31.05.

Wir fahren in die Marina. Das Boot wird klar gemacht und problemlos per Heißstropps vom Kranmeister ins Wasser befördert. Meine Frau schaut sich alles in Ruhe von ihrem Terrassenplatz im Regattahaus, dem Café und Restaurant direkt neben dem Hafen, an. Dabei probiert sie mehrere Leckereien; als besondere Empfehlung gibt sie die „Rote Grütze“ an die anderen „Monarchisten“ weiter. Dies wird dann der „Renner“ für einen kleinen Nachmittags-Imbiss.

Ich suche mir eine von den noch vielen freien Boxen am Steg. Vorher mache ich noch eine kleine Runde unter Motor, da ich den Motor neu gekauft habe.

Mittwoch, 1.06.

Regentropfen, Regentropfen, ...

Weitere Segler treffen ein. Das Wetter ist an diesem Tag nicht sehr gut; bewölkt und am Nachmittag, als wir gemeinsam im Regattahaus sitzen, gibt es einen starken Gewitterregen. Dieser sollte für die nächsten zwei Wochen aber der einzige bleiben, obwohl es in den meisten Regionen Deutschlands Unwetter mit Überschwemmung und vielen Schäden gab. Die Müritzregion war davon ausgenommen. Wir hatten meist nur Sonnenschein und warme Temperaturen.

Donnerstag, 2.06.

Erster richtiger Segeltag für die bis dahin Angereisten. Leichte Winde ließen uns nicht allzu weit kommen, aber gemütlich in großer Runde auf dem Wasser war auch schön. Abends, wie an den meisten Tagen, gemeinsames Essen im Regattahaus und genießen der lauen Lüfte.

Freitag, 3.06.

Schöner Segeltag zum Hafen Klink, wo wir zu unserem Erstaunen vom Hafenmeister mit zwei Euro für eine Liegezeit von ca. 1 Stunde berappt wurden. Im vorigen Jahr war das noch kostenlos.

Samstag und Sonntag, 4.06/5.06.

Meine Frau, der Hund und ich haben uns ein eigenes Programm gemacht und sind nach Güstrow unterwegs, wo eine Cousine von mir wohnt. Das Wetter ist heiß, so dass wir nicht allzu viel Touristisches unternommen haben.

Montag, 6.06.

Wieder wenig Wind. Wir dümpeln bis fast zur Mitte der Müritz, brechen dann ab und kehren teilweise unter Motor zurück. Zwei Boote mit mehr „Stehvermögen“ bleiben auf dem See und werden später mit gutem Wind belohnt.

Am Abend lädt Ina uns alle zum Sektempfang in ihre schicke Ferienwohnung ein. Danach ist der Tag gelaufen und jeder kehrt in sein Ferien-Zuhause zurück.

Na dann, guten Appetit

Dienstag, 7.06

Der Wind ist schon wieder nicht bereit für uns zu blasen. Daher unternehmen wir einen kleinen Ausflug ins benachbarte Bollewick, wo eine große Feldsteinscheune mit vielen Boutiquen und einem Café lockt. Kleines Shopping ist angesagt.

Zum Abend wurde ein Tisch im Hafenrestaurant in Sietow-Dorf reserviert, wo wir genüsslich unsere Fischportionen aßen.

Das Tortenhaus in Waren

Mittwoch, 8.06.

Mit fünf Booten rauschten wir bei guten 3 bis 4 Bft. von Röbel nach Waren. Daher benötigten wir weniger als 2,5 Stunden. Peter kam vor der Hafeneinfahrt von Waren zu dicht ans Ufer und fuhr sich fest. Thomas und Friedhelm, zusammen auf dem Boot von Friedhelm, probierten das Boot frei zu schleppen, hatten teilweise aber auch Grundberührung. Nur mit Hilfe eines freundlichen Anglers, der zu Peter in das Wasser stieg, konnte das Boot vom Schlick geschoben werden.

Die drei etwas früher im Hafen angekommenen Bootsbesatzungen merkten davon zunächst überhaupt nichts, wunderten sich nur, wo die Kollegen blieben. Erst bei der Ausfahrt trafen sie die beiden anderen wieder, die dann auch direkt mit zurück nach Röbel segelten.

Donnerstag, 9.06.

Wind nur im Bereich vom 1-2 Bft. Segeln bis ca. zur Bucht von Sietow. Rückkehr dann wieder teilweise unter Motor.

 

Freitag, 10.06.

Starkwind mit 5 bis 6 Bft. Nur Axel und Thomas auf dem Boot von Gerd gehen Segeln. Sie schaffen eine Rauschefahrt nach Waren in weniger als 3,5 Stunden hin- und zurück. Allerdings voll geduscht von den Wellen und mit Schmerzen in den Armen und dem Rücken.

Wir machen einen Ausflug zur Bolter Schleuse und essen ein Fischbrötchen beim Müritz-Fischer.

Abends letztes Essen in großer Runde in den Müritzterrassen in Röbel. Danach ein Gruppenfoto.

zwei Monarchen auf dem Wasser

Samstag, 11.06.

Kleiner Schlag von Röbel in Richtung Klink. Nur noch Gerd und ich auf dem Wasser. Wind flaut aber stark ab, so dass wir umkehren und direkt anschließend unsere Boote aus dem Wasser holen.

Abendessen im Restaurant Waldeck in einer Runde von nur noch acht Teilnehmern. Diesmal kein Fischessen, sondern gut bürgerlich, weil die Karte dies anbietet.

Sonntag, 12.06.

Meine Rückreise über Hamburg und Bremen verläuft im wesentlich gut. Der Navi lässt uns zweimal die Autobahn verlassen, um einen Stau zu umgehen.

Nach neun Stunden sind wir zu Hause, nachdem wir auch noch das Boot im HeimatClub in Duisburg abgestellt haben.

 

Hans-Jürgen Sommerfeld