Segeln "ohne Boot" auf vielen Schiffen

Axel segelt "ohne Boot" auf Tankumsee und Müritz

 

Vorwort

 

Mein Vorsitzender Winfried Jackenkroll konnte, wie bekannt, krankheitsbedingt nicht zum Tankumsee und nach Röbel kommen. Mir fehlte also der Komfort (Küche und Sitzgruppe) von Winfrieds Wohnmobil, denn in meinem Bus kann ich nur schlafen. Ich war gezwungen, an statt meines Bootes (GER 386), meinen Wohnwagen mitzunehmen.

 

 

Frühjahrsregatta Tankumsee

 

Am Tag nach der JHV 2016, ich stand auf dem Campingplatz neben dem Gelände des MTVI und WSCG, fand am Tankumsee die diesjährige Frühjahrsregatta statt. Ich wollte die Regatta von Land oder dem Startboot verfolgen.

 Da schellte am Samstagmorgen mein Telefon und Philipp Schiller teile mir mit, dass er ein Schiff zur Teilnahme an der Regatta für mich hätte. Unser Segelfreund Hans-Peter Busse (GER 401) konnte aus Termingründen nicht an der Regatta teilnehmen und stellte mir, wie selbstverständlich, sein Schiff zur Verfügung.

 Es waren zwei schöne Segeltage (mit Schiff) auf dem Tankumsee und bei der Regatta belegte ich einen für mich guten 5. Platz.

 Bei Hans-Peter konnte ich mich vorerst nur durch meine Hilfe beim Slippen seines Bootes bedanken, denn am nächsten Tag ging es für uns nach Röbel.

 

 

Fahrtensegeltreffen in Röbel/Müritz

 

Am Montag fuhr ich mit meinem Gespann nach Röbel und richtete mich auf dem Campingplatz Pappelbuch wie im letzten Jahr häuslich ein.

 Nach zwei Tagen als (Hilfs-)Kranmeister beim Kranen der Monarchflotte bekam ich am nächsten Morgen einen Anruf von Hans-Peter: „Ich muss heute einen Termin wahrnehmen und morgen fahre ich mit Waltraud nach Rügen. Du kannst 2 Tage mein Schiff segeln.“ Das brauchte er mir nicht zweimal sagen. Sofort schwang ich mich auf mein Fahrrad und fuhr zum Seglerhafen.

 

Segeltag 1 mit GER 401: Wir wollten bei gutem Wind einen Törn nach Klink machen. Doch bevor ich richtig loslegen konnte, hatte ich Schwierigkeiten mit dem Außenborder. Ich konnte den Motor starten, aber er ging unter Last immer wieder aus, bis er ganz verstummte. Da man ja als Segler auch ohne Motor ein Schiff bewegen kann, habe ich das Problem ignoriert und bin den anderen gefolgt. Auf dem Weg nach Klink habe ich dann zwischendurch auf den hochgeklappten Motor geschaut. „Was ist das denn da für ein Hebel? Könnte das ein Sprithahn sein? Ach ja, der ist zu!! Kein weiterer Kommentar!„ Schöner Segeltag !!!

 

Segeltag 2 mit GER 401: Da ich nicht zeitig genug aus dem Bett gekommen war, bin ich erst gegen 12 Uhr alleine aus dem Hafen gesegelt. An der Ansteuerung Röbel kam mir die Flotte entgegen. Ich drehe eine Runde über RM 25 und RM 23 um mein altes Navi mal wieder zu testen und segele dann vor dem Wind in den Hafen zurück.

 

Segeltag 3 mit GER 291/401:  Gerd Nagel nimmt mich auf seinem Schiff mit. Nach der ersten Wende, noch am Hafen Röbel, signalisiert Hans-Peter, dass er wegen einer Zerrung beim Aufriggen heute nicht weiter segeln kann. Schon wieder sitze ich in seinem Schiff. Wir fahren bei wenig Wind bis zur „Grünroten“. Bis auf Friedhelm mit Thomas als Schotten drehen alle ab und fahren teilweise unter Motor zurück. Unsere Geduld sollte belohnt werden. Nach ein paar Minuten frischt der Wind auf und wir können einen langen Schlag quer über die Müritz zur Nationalparkseite machen. Bei gleichem Wind geht es fast bis in den Seglerhafen zurück.

 

Segeltag 4 mit GER 405: Ich habe bei Philipp angeheuert. Wir schaffen es bei gutem Wind, zusammen mit Hans-Jürgen und Joachim, auf einem Bug bis in den Stadthafen Waren. Da Philipp (aus Überzeugung?) auch beim Fahrtensegeln auf einen Motor verzichtet, segelt er bis in eine freie Box. Ich darf auf dem Rückweg an die Pinne und bis auf ein „was machst Du denn“ bestehe ich diese Herausforderung.

 

Segeltag 5 mit GER 291: Gerd überläst mir sein Schiff. Wir versuchen bei schwachem Wind mit wenigen Schiffen nach Rerik zu kommen. Als jedoch sogar Hans-Jürgen weit vor dem Ziel abdreht, sehe ich ein, dass man auch mal mit dem Motor zurück fahren kann.

 

Segeltag 6 mit GER 291: Windstärke in Böen bis 6. Philipp mit Joachim als Schotten und Friedhelm trauen sich aus dem Hafen, drehten aber bei der Röbelansteuerung ab.  Wir (Axel und Thomas) sind uns einig, dass Waren mit einer 2 Mann Besatzung auch bei diesem Wind zu erreichen ist. Also machen wir aus Gerds Schiff eine „Rennziege“ und schaffen den Hin- und Rückweg mit 4,8 KN Durchschnitt und Spitzen bis 6,8 KN mit langen Armen, aber glücklich. „Super Segeltag“!!

 

 

Fazit

 

Ich hatte gehofft unter den o.a. Umständen, den einen oder anderen Tag auf einem Schiff verbringen zu dürfen. Was ich dann erleben durfte, hat mir gezeigt, dass die MONARCH KV eine tolle Gemeinschaft ist. Ich danke nochmals allen herzlich. Ich gehe davon aus beim nächsten Mal wieder GER 386 segeln zu können.

 

 

Axel Ramus (diesmal mit vielen Schiffen)