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  • 30. September / 1. Oktober: Einhand-Regatta, Sechs-Seen-Platte, DSC


  •                           Gruppenfoto
                                         Ina inmitten von sieben 'Monarchen'; drei versäumten den Fototermin
                                              v.l. Walter, Alfred, Fritz, Peter, Manfred, Hans-Jürgen, Heinz
  • Bericht

    Die Einhand-Regatta vom DSC war in diesem Jahr vom Glück verfolgt; und dies in vielerlei Hinsicht.

    Zum ersten ist hier das Wetter zu nennen: die Vorhersagen waren eher mäßig und es sollten Regenschauer über das Land ziehen. In der Nacht zum Samstag geschah dies auch: es stürmte, gewitterte ganz heftig und regnete wie aus Kannen. Aber siehe da: als ich aus Kaarst nach Duisburg aufbrach schien die Sonne aus einem fast wolkenlosen Himmel. In Duisburg gab es zwar immer wieder Wolkenfelder, aber häufig kam auch die Sonne durch und es wurde langsam T-Shirt-Wetter. Der Wind war zwar nicht besonders stark, aber es reichte für zwei Wettfahrten, wobei die letzte Runde der zweiten Wettfahrt dann doch ziemlich nervig wurde. Der Wind kam aus Süd-Südwest, was für die Sechs-Seen-Platte eine sehr günstige Richtung mit einer langen Kreuz bedeutet.

    Der nächste Glücksfall war die Beteiligung der Monarch-Segler an dieser Regatta. In den letzten Jahren fuhren meist nicht mehr als vier bis sechs Segler an den Start. Diesmal waren wir mit zehn Seglern in Ranglistenstärke angetreten. Hier muss Ina vom veranstalten Verein ein dickes Lob erteilt werden, denn sie telefonierte mit allen bekannten Monarch-Seglern und ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass wir mit zehn Seglern die Regatta austragen konnten.

    Ein weiteres Glück (und sicher auch Können) war unserem langjährigen Mitglied Karl vergönnt. In der ersten Wettfahrt hatte er einen sehr guten Start (wie meistens) und rundete die Luvtonne als Erster. Danach lief sein Boot wie „Nachbars Katze“ und er vergrößerte seinen Vorsprung auf jedem Teilstück der Wettfahrt. Karl war glücklich, zum ersten Mal in seinem Leben einen Start-Zielsieg eingefahren zu haben.

    Auch die Verpflegung im DSC trug zu dem „glücklichen“ Wochenende für die Segler bei: leckeres Essen am Samstagabend, eine gute Suppe nach der Regatta am Sonntag und jederzeit preiswerten Kaffee mit Kuchen.

    Der Höhepunkt war dann die Preisvergabe. Jeder Segler wurde neben den üblichen Punktpreisen noch mit einer Flasche Sherry belohnt.

    Aber es wurde auch gesegelt. In der ersten Wettfahrt, wie oben schon erwähnt, segelte Karl alle anderen in Grund und Boden. Manni und Fritz lieferten sich einen harten Kampf um Platz zwei. Im Mittelfeld kämpften Hans-Jürgen und Alfred um den Anschluss nach vorn und danach konnte sich Klaus gegen Heinz durchsetzen. Nur Walter hing weit zurück und muss noch etwas Monarchsegeln üben.

    Die zweite Wettfahrt lief zunächst ähnlich: Karl, Manni, Fritz und Hans-Jürgen waren vorn an der ersten Luvtonne. Dann konnten sich Manni und Fritz wieder absetzen und den Sieg unter sich ausmachen. Es folgten Heinz, Hans-Jürgen und Karl. In diesem Lauf sollten 4 Runden, jeweils Tonne 3, 6, 1, abgesegelt werden. Leider ließ der Wind immer weiter nach, so dass die letzte Runde sehr lange dauerte. Hier konnte sich Karl mit einem guten Schlag auf der Zielkreuz noch den vierten Platz sichern.

    Am Sonntag war wieder das Wetter nicht so schlecht, wie vorausgesagt. Kein Regen und diesmal sogar guter Wind; auch wieder Süd-Südwest, Stärke 3, in Böen sicher vier. Und es war oftmals böig, dafür aber ziemlich konstant aus einer Richtung. Und wieder im Wesentlichen das gleiche Bild: Manfred und Fritz setzten sich ab, Hans-Jürgen konnte noch einigermaßen folgen. Nur was war mit Karl? Er segelte sich nach einem wieder relativ guten Start beständig weiter nach hinten und wurde schließlich nur Vorletzter vor Walter.

    Im anschließenden vierten Lauf hatten nur noch Manni und Hans-Jürgen einen sehr guten Start und zogen den anderen davon. Klaus, Fritz, Alfred und Heinz kämpften um die weiteren Plätze. Und wo war Karl? Wieder schaffte er es nicht, sein Boot so schnell zu bewegen wie am Vortag. Damit erreichte er dann im Endergebnis nur den vierten Platz.

    Die einhellige Meinung aller Monarch-Segler: im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. 

    Hans-Jürgen Sommerfeld
    GER 382
     

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF 4.WF Punkte
    1 GER-268 Groth, Manfred WRK [2] 1 1 1 3,0
    2 GER-31 Magnei, Friedrich DKSC 3 2 2 [4] 7,0
    3 GER-382 Sommerfeld, Hans-Jürgen      DUYC [5] 5 3 2 10,0
    4 GER-184 Bremer, Karl DUYC 1 4 [8] 7 12,0
    5 GER-7 Behrendt, Alfred DKSC 4 [7] 4 5 13,0
    6 GER-100 Kunst, Heinz CKA [7] 3 5 6 14,0
    7 GER-22 Fischer, Klaus DKSC [6] 6 6 3 15,0
    8 GER-93 Wessler, Peter DKSC [8] 8 7 8 23,0
    9 GER-78 Ehrenreich, Walter DUYC [10] 9 9 9 27,0
    10 GER-209 Neumann, Gerd DUYC 9 [dnf] dns dns 31,0

    siehe auch unter Duisburger Segel-Club

     

  • 24. September: Magistrats-Preis, Elbe bei Wedel, SVWS

    Gruppenfoto
    Nach 'chili con carne' und flüssiger Gerste blicken Gerd, Hans und Heinz noch einmal auf einen Regattaabschnitt.

    Bericht

    Zum Magistratspreis der Stadt Wedel trafen sich, wie im Vorjahr, Gerd, Hans und Heinz am Freitag. Der vierte 'Monarch', Philip, konnte den Kurs Wedel nicht einschlagen. Er hatte seit einigen Tagen nach einem Leitersturz ziemlich unangenehme Bewegungsprobleme. Es blieb also beim Trio. Samstag Trainingstreffen um 11°° h im Hamburger Yachthafen (Wedel). Eine zeitlich verpasste gemeinsame Ausfahrt vom Hafen führte zur getrennten Trainingsrunde. Ich wähnte Hans und Gerd schon stromabwärts segelnd und ging auf Kurs ’Stade’. Herrliches Segelwetter, sonnig und 2 - 3 Bft. Die Fahrt mit achterlichem Wind und manchmal mit Wellenschub ging flott voran, doch G 291 und G 371 waren nicht auszumachen. Irgendwann werden wir uns begegnen! Die Tonne 108, mit Sicht auf Stade, hatte ich nach einer Stunde erreicht. Die Dickschiffe, die ihre Regatta am Samstag bis Pagensand (etwa Tonne 96) segelten, kamen mir entgegen, aber nichts zu sehen von Gerd und Hans. Bei Tonne 102 machte ich kehrt und kreuzte etwa eine Stunde gegen auffrischenden Wind (>3 Bft.) und gegen Strom und Welle. Mühsames Vorwärtskommen. Kommando: Segel bergen, Jockel an! Eine gute Stunde Fahrt unter Land, und ich konnte meine Zephyr mit den 2,3 Honda-Pferden in der Hafenbox festmachen. Hans und Gerd hatten kurz zuvor angelegt. Sie hatten ihre Trainingsstrecke stromab und stromauf ohne Motor gesegelt, allerdings stark verkürzt. Lösung des Rätsels: sie hatten den Hafen erst nach mir verlassen. Fazit: Im nächsten Jahr wird die Kommunikation verbessert!

    Der Abend war von Rita und Gerd wieder herrlich arrangiert. Die Fahrt zu Fünft durch das flache Land an der rechten Uferseite führte uns zur 'Aalkate', einem exzellenten Fischrestaurant an der Krükaue. Panoramablick auf das rechte Nebenflüsschen; Fisch vom feinsten, Atmosphäre urig bis gediegen nobel, Getränke nicht minder gut, eine gesellige, ausgeglichene Seglerrunde. Einfach nordisch-schön.

    Sonntag - 9°° h Regattabüro des SVWS  am Strandbaddamm, - Empfang von Bahnkarte und Streckenbeschreibung mit Segelanweisung. Start bei Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen auf Höhe Hafen Wedel, zwischen Tonne 122 und Schulau-Willkommenhöft um 11°° h. Von den gemeldeten 36 Jollen starteten 29 mit Wind von achtern bei 3 Bft. Wir drei Monarchen sind gut mit den konkurrierenden OK-, O- und Laser-Jollen gestartet; andere folgten später. Ich hatte über die ersten 1000 m noch die Führung, fiel dann aber durch Wellenausweichen zu sehr unter Land, während Hans und Gerd in der Strommitte, manchmal in fast respektloser Nähe der haushohen Frachter auf den Wellenkämmen tanzend, den stärkeren Schub bekamen. Die Wendetonne 108 erreichten wir wieder nach etwa einer Stunde. Hans rundete in Richtung Tonne 107 (linke Elbeseite) zuerst die Tonne, Gerd folgte Sekunden später, und ich selbst lag hier doch fast eine Minute zurück. Jetzt ging es nicht nur gegen den Strom, sondern auch direkt 'gegenan'. Wind und Welle, letztere verstärkt durch einige Ozeanriesen, verlangten bei unterschiedlichen Winden, mal 2, mal 4 Bft. sensible Segelführung und konzentrierte Kurswache. Auf etwa halber Rückstrecke touchierte Hans durch einen Moment der Unaufmerksamkeit mit seinem Bug einen Holz-Piraten mittschiffs. Der Wegerecht-Pirat hatte das Unvermeidliche leider auch zu spät bemerkt. Das Gute, - der Schaden hielt sich in Grenzen, besonders bei Hans. Dennoch war Hans mittelmäßig frustriert und hat die Wettfahrt ohne Zieldurchlauf als DFN-ler beendet. Er wäre in diesem Jahr ohne Zweifel der Erste der Monarchen gewesen. Wegen stärkerer Strömung und fast direktem Ostwind konnte, bei gleichem 20 km-Streckenverlauf wie 2005, die Zeit aus dem Vorjahr nicht wieder erreicht werden. Dennoch war es für uns wieder ein herrliches Segelwochenende und für Gerd ein Heimsieg. Nass waren wir höchstens von den Kämmen der manchmal hohen Tankerwellen geworden.

    Die Boote 'Swantje' und 'Zephyr' waren für die unterschiedlich weite Autoreise wieder einzupacken, während 'Hatschi' in der Box noch auf schöne Herbstsegeltage auf der Elbe wartet. Gegen 18°° h im SVWS-Clubhaus Preisverleihung, Kühles in Gläsern und reichlich gefüllte Terrinen mit sehr schmackhaft gewürztem 'chili con carne'.

    Heinz Kunst
    GER 100

    PS. Die Schilderung ist absichtlich so ausführlich. Sie kann zögernde ’Monarchen’ vielleicht ermuntern, das ’weltoffene’, sehr, sehr breite und lebhafte Gewässer zu besegeln, und ein interessantes Wochenende beim 'Magistratspreis' zu erleben. Das nordische Ambiente und die Segeldimension sind mit den uns bekannten, zweifellos ebenfalls anspruchsvollen und interessanten Binnenrevieren nicht zu vergleichen. Nur Mut - wir sehen uns! Hummel, Hummel.
     

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club Ges.Zeit Ber.Zeit
    1 GER-291 Nagel, Gerhard SKO 04:09:43 03:28:06
    2 GER-100 Kunst, Heinz CKA 04:27:25 03:42:51
    3 GER-371 Meyer, Hans MTVI dnf  

    siehe auch unter Segelclub Wedel-Schulau


     
  • 9./10. September: Herbstregatta, Tankumsee, Isenbüttel, WSCG


    Gruppenfoto
    15 'Monarchen' sind gesegelt; 9 sind auch beim Fotografen standhaft


  • Bericht

    Der Sommer kehrt zurück! Das war die Nachricht während der windigen und zum Teil kühlen Vorwoche. Er kam, der Sommer, mit strahlender Sonne und Flaute. Doch zunächst einmal kamen am Freitag unsere treuen auswärtigen Segelfreunde Karl Bremer, Heinz Kunst, Gerhard Nagel und Gerd Neumann. Nach der langen Reise wurden sie mit Kaffee und Kuchen im Vereinsheim des WSCG empfangen. Wieder einmal waren Hans u. Doris Meyer sowie Achim u. Rosi Nordheimer die guten Geister. Grosse Freude kam auf als auch Philip Schiller, zwar noch auf zwei Gehhilfen gestützt, zur Begrüßung erschien. Ein Unfall hatte ihn von den Beinen geholt. Schade, hatte er doch bei der Frühjahrsregatta mit seinem überzeugenden ersten Platz das ganze Feld deutlich distanziert. Der Tag klang mit dem Seglerhock, diesmal in Isenbüttel, in der Gaststätte Evers aus.

    Der Samstag begann wie ein idealer Altweiber-Sommertag beginnt. Milde Temperatur, Sonnenschein und kein Wind. Start zur ersten Wettfahrt sollte um 14 Uhr sein. Als die Wasseroberfläche sich ein wenig kräuselte, gab es den ersten Versuch der Regattaleitung, einen Kurs auszulegen. Dieser Hauch einer Luftbewegung drehte aber vor dem Start so stark, dass eine Startverschiebung und ein völlig neuer Kurs erforderlich wurden.

    Dann endlich Start in zwei Gruppen. Erst die Laser, 420er und die offene Klasse, mit 5 Minuten Abstand die 15 Monarchen. Die leichten Jollen rundeten noch die erste Tonne, für die Monarchen reichte der leichte Thermikwind nicht einmal dazu. Nach 20 Minuten „Stehsegeln“ wurden wir durch Abbruch erlöst. Die Seefete beim WSC-Gifhorn war ein gutes Trostpflaster für die angereisten Monarchen. Wenigstens für dieses Sommerfest hatte Petrus das optimale Wetter bereit.

    Am Sonntagmorgen wehte bereits am frühen Morgen der Wind mit 2-3 Bft unter blankem Himmel. Schon vor 10 Uhr war reges Treiben auf den Stegen zu beobachten. 10.30 Uhr Start zum ersten Lauf. Wie gewöhnlich war großes Gedränge vor der Startlinie mit vielen Rufen nach Raum. Aber auch ein Start aus der zweiten Reihe hat seinen sportlichen Reiz. Kann man doch die Faszination Regattasegeln in vollen Zügen genießen. Das Ausfahren heißer Positionskämpfe, mit Kameraden deren Tricks und Finten man kennt, ist von besonderer Qualität, wenn man am Ende doch noch in die vorderen Plätze fährt.

    Drei Läufe wurden am Sonntag gefahren. Im Verlauf der Wettfahrten lieferten sich Horst Reusch und Hans Meyer die wohl stärksten Zweikämpfe. Sie segelten einmal mehr nach dem Motto „ein guter Start ist das halbe Rennen“, und setzten sich  immer gleich vom Hauptfeld ab. Nach den ersten zwei Läufen wurde eine Mittagspause eingelegt. Die Küchen-Crew des WSCG versorgte die Regattateilnehmer mit Speisen und Getränken in gewohnter Gastlichkeit. 

    Der letzte Lauf wurde noch einmal spannend als Horst an der Luvtonne kurzzeitig verhungerte. Hans kam jedoch nicht mehr heran, so dass Horst den ersten Platz sicher über die Ziellinie bringen konnte. Hans belegte mit nur einem Punkt Differenz den zweiten Platz, und Volker Schürg konnte mit seinem dritten Platz seinen Frust vom abgesegelten Mast, während der Frühjahrsregatta, wettmachen. Fabian Holldorf, als Neuling in der Monarch-Flotte, war mit Platz 7 die positive Überraschung der Regatta. Nach dem Start war der junge Segler immer in der Spitzengruppe zu finden.

    Fast alle Segler hatten ihre Freude beim Segeln und am Verlauf der Regatta. Einen Wermutstropfen gab es für drei Monarch-Segler durch eine etwas zu enge Auslegung der WR. Es hätte anders entschieden werden können.

    Manfred Müller
    GER 372


    Ergebnis-Tabelle
     

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF Punkte
    1GER-177 Reusch, Horst MTVI 12 3 6,0
    2GER-371 Meyer, Hans MTVI 21 4 7,0
    3GER-347 Schürg, Volker WSCG 63 1 10,0
    4GER-372 Müller, Manfred MTVI 46 2 12,0
    5GER-344 Bode, Lothar MTVI 54 7 16,0
    6GER-401 Busse, Hans-Peter WSCG 35 11 19,0
    7GER-312 Holdorf, Fabian WSCG 77 5 19,0
    8GER-297 Neugebauer, Werner WSCG 88 6 22,0
    9GER-100 Kunst, Heinz SYH 1111 8 30,0
    10GER-301 Wolf, Claus MTVI 1210 9 31,0
    11GER-291 Nagel, Gerhard SKO 139 12 34,0
    12GER-239 Grundmann, Edgard MTVI dnf12 10 38,0
    13GER-369 Betker, Berthold MTVI 9dsq dns 41,0
    14GER-184 Bremer, Karl DUYC 10dns dns 42,0
    15GER-209Neumann, Gerd DUYC 14dns dns 46,0

    siehe auch unter Wassersport-Club Gifhorn



  • 26. August: Kruis van Heeg  -  Friesland / NL  -  Heeger Meer / De Fluessen - WSH
     

                 
           Manni - der Sieger bei den MONARCHEN           Strahlender Zweiter               Eine Runde von SF nach SF ca. 18 km
                                                                                                         Hans-Jürgen    
                                                                                            Wettfahrtleiter Kees Alberts        (vergrößern durch linke Maustaste) 
                                                                                                                                                              

    Bericht

    Eine Regatta der besonderen Art!

    Am Abend unserer Ankunft im Heeger ‚Watersportpark de Pharshoeke’ – Bungalows waren bezogen, Boote gekrant und in die Boxen verholt – war ein Treffen im Clubhaus des Regatta-Ausrichters ‚Watersportvereeniging Heeg’  (WSH) angesagt; Anmeldung und Steuermannsbesprechung (Briefing). Acht Monarchen hatte ich anzumelden. Der neunte Monarch unserer Flotte konnte aus Pkw-technischen Gründen erst eintreffen, als die Wettfahrt am nächsten Tag schon begonnen hatte. Es war meines Wissens die erste Regatta im Ausland, bei der acht Monarchen am Start waren und dazu noch während einer Fahrtensegel-Woche.
    Über eine 20-km-Strecke waren auf dem Heeger Meer 10 Tonnen  ausgelegt. Sie sollten teils Stb, teils Bb von fast hundert Booten (Jollen, Plattbodenschiffe und Yachten bis 35 Fuß) umrundet werden. Zehn Gruppen wurden im 5-Minuten-Takt ab 10:00 Uhr gestartet. Die Monarchen als letzte, übrigens zweitgrößte Klasse nach den Efsix-Jollen, starteten zuletzt um 10:45 Uhr. Gelungener Start; ich selbst hatte anfangs Probleme, den rechten Kurs zur Tonne 1 zu finden, und verlor den Anschluss an die Spitzensegler Manni, Hans-Jürgen, Erwin und Hans. Hinter mir segelten Henner, Ursula und mit "Seewolf" Wolf und ‚Vorschoter’ Diethelm. Beide segelten ihre erste Regatta. – Mutig und anerkennenswert!

    Wie es der Spitzengruppe ergangen ist beschreibt Hans so:
    „Nach dem frühzeitigen Eintreffen beim Startschiff um 09:45 Uhr erfolgte erstmal eine Groborientierung über Flaggensignale beim Start, Regattabahn, Lage der ersten Tonne, Windverhältnisse und Ausrichtung der Startlinie zum Wind. Die erste Tonne war mit bloßem Auge nicht zu erkennen, aber die Richtung anhand der ersten startenden Plattbodenschiffe und Kajütboote zu erahnen. Die Startlinie war sehr lang und der Start unserer Monarchen erfolgte pünktlich und wettkampfmäßig um 10:45 Uhr. Die Lage der Tonne 1 war mittlerweile gut durch die wendenden Plattbodenschiffe auszumachen und langsam setzten sich Manfred, Hans-Jürgen, Erwin und Hans vom übrigen Feld der Monarch-Segler ab. Nach dem Runden der Tonne 1 ging der Kurs zurück, östlich am Startschiff vorbei, zur Tonne 2. Auf dieser Strecke trennte sich die „Viererbande“ in zwei „Pärchen“ auf, d.h. Manfred und Hans-Jürgen übernahmen die Führung und waren bald kaum noch von den beiden anderen zu sehen.

    Der Wind war schwach und mal lag Erwin und mal Hans an dritter Stelle beim Runden der nächsten 6 Tonnen. Von Tonne 6 zu Tonne 4 kamen wir Manfred und Hans-Jürgen wieder näher. Nach dem Runden der Tonne 4 ging es mit raum-achterlichen Wind zur Tonne B, Erwin und Hans segelten südlich vom allgemeinen Pulk und holten weiter auf. In der Mitte des Heeger Meeres waren wir alle wieder auf gleicher Höhe und es wurde spannend, da Manfred und Hans-Jürgen mit Kurs auf die „falsche“ Tonne C segelten. Irgendwann merkten die Beiden aber ihren Fehler und nun segelten wir alle um Tonne B ins Ziel. Manfred zuerst, dann Hans-Jürgen, Erwin überholte Hans noch auf den letzten Metern. Innerhalb von 50 Sekunden passierten wir nach ca. 3 Stunden die Ziellinie und waren froh, nicht noch eine zweite Runde segeln zu müssen.“

    Zu den drei Stunden sei bemerkt, dass die Wettfahrt in der Ausschreibung für eine Zeit von sechs bis acht Stunden angesetzt war. Mit dem Regattateam konnte ich absprechen, dass die Wettfahrt für die Monarchen nach etwa 3 Stunden beendet sein sollte. Das war ziemlich genau nach der einen Runde; andere Segler waren schon auf der Strecke zur zweiten Runde. Im hinteren Feld gab es bei den Monarchen leichte Verschiebungen beim Streckenablauf. Henner überholte Heinz, fiel aber durch eine Fehleinschätzung auf der Strecke zwischen Tonne 6 und 4 zurück, wodurch sich die Reihenfolgte Heinz, Ursula, Henner, Wolf formierte. So ging es auch über die Ziellinie mit mehr oder weniger langen Zeitabständen (siehe Tabelle).

    Ab 18:00 Uhr viel Spaß im großen Saal vom ‚Dorpshuis’ bei köstlicher und reichhaltiger ‚Schippersmaaltijd’. Kurzweilig und engagiert verteilte Wettfahrtleiter Kees Alberts die Preise. Manni und Hans-Jürgen erhielten sehenswerte Pokale für die Plätze 1 und 2. Die Platzierten bekamen gebührenden Applaus, der noch übertroffen wurde, als Kees die Teilnahme der Monarch-Flotte mit acht Booten hervorhob. Er wünschte uns eine prächtige Segelwoche in Friesland und animierte zum „Kruis van Heeg“ im Spätsommer 2007.

    GER 371 - Hans Meyer
    GER 100 - Heinz Kunst

    Ergebnis-Tabelle - Fast eine Ranglistegröße - mit acht gestarteten Booten zweitgrößte Klasse von rund 100 Booten

    Pl. Segel-Nr.

    Name, Vorname

    Club Startzeit Ziel gesegelte
    Zeit
    Std Min Sek Std Min Sek
    1 GER-268Groth, Manfred WRK 10 45 00 14 10 19

    3 : 25 : 19  h

    2GER-382 Sommerfeld, Hans-Jürgen      DUYC 1045 00 14 10 22

    3 : 25 : 22  h

    3GER-365 Schlipphak, Erwin SVWu 1045 00 14 11 19

    3 : 26 : 19  h

    4GER-371 Meyer, Hans MTVI 1045 00 14 11 26

    3 : 26 : 26  h

    5GER-100 Kunst, Heinz SYH 1045 00 14 22 32

    3 : 37 : 32  h

    6GER-150 Morgenroth, Ursula YCH 1045 00 14 40 10

    3 : 55 : 10  h

    7GER-361 Ommer, Henner YCWM 1045 00 14 45 08

    4 : 00 : 08  h

     8GER-281 Klusmeier, Wolf
    und Diethelm Schneider
    SCBR 1045 00 15 56 41

    5 : 11 : 41  h

    Anhang (verhinderte Monarchen)

    (9)GER-31 Magnei, Fritz DKSC

    Wegen PKW-Schaden Start verpasst

    (10)GER-184 Bremer, Karl DUYC

    Wegen persönlicher Termine Teilnahme abgesagt

    P-Jollenkreuzer
    GER-1089
    Begleit- und Kameraboot
    Klaus Helbig - DUYC / Christiane Schenkel - DUYC

    siehe auch unter Watersportvereniging Heeg - WSH

     

     

  • 19./20. August: Monarch & Yngling Cup - Sechs-Seen-Platte, Duisburg - DKSC
     

                         

     

    Bericht

    Zwölf Monarch-Seglerinnen und -Segler fanden sich am Samstag zur ’Monarch & Yngling Cup’-Regatta (vormals ’Sechs-Seen-Cup’-Regatta) im Duisburger Kanu- und Segelclub ein. Von auswärts kamen leider nur drei, eigentlich nur zwei Segler, nämlich Heinz und Philip, denn Manfred von der anderen Duisburger Rheinseite muss wohl auch als „Einheimischer“ bezeichnet werden. Das Wetter war am Vormittag sonnig mit nur leichtem Wind, am Nachmittag kamen dann einige Wolken, teilweise sogar dunkel und drohend, aber es blieb trocken und der Wind hatte wieder einmal „Duisburger Verhältnisse“, wie unsere Freunde aus Niedersachsen gerne sagen. Ab und zu gab es kleine Parkplätze auf dem See. Aber es konnten zwei gute Wettfahrten durchgeführt werden. Die neun mitsegelnden Ynglings wurden jeweils zu erst gestartet, so dass man als Monarch-Segler schon mal sehen konnte, welches der bessere Schlag zur Luvtonne sein würde.

    Es war ein up-and-down Kurs ausgelegt; von der Mitte des Sees zur Tonne 3, dort mit Ablauftonne und dann bis kurz vor dem Freibad, wo ein Leetor ausgelegt war. Viermal sollten wir diesen Kurs durchsegeln.

    In der ersten Wettfahrt setzten sich Fritz und Philip bald von dem Feld ab, gefolgt von Hans-Jürgen und Manfred. Diese beiden Pärchen lieferten sich einen harten Kampf, den Philip gegen Fritz und Manfred gegen Hans-Jürgen für sich entschied. Heinz, Ute und Dorothee konnten sich auf den weiteren Plätzen einfinden. Karl segelte sich von weiter vorn diesmal weiter nach hinten und auch Klaus kam mit seinem Boot wohl nicht wie sonst zu recht. Gerd hatte sich erst vor zwei Wochen wieder einen Monarch gekauft, nachdem er im Frühjahr sein Schiff kurzfristig abgegeben hatte. Das Boot lief aber noch nicht richtig, ebenso wie das Boot von Walter. Dennoch ein dickes Lob an diese beiden Segler, dass sie die Regatta mitgesegelt sind. Ein noch größeres Lob an Dorothee, die sich anstelle ihres Peters, der sich an der Hand verletzt hatte, in den Monarch setzte und ordentlich mitmischte.

    Im der anschließenden Wettfahrt setzte sich Manfred direkt nach dem Start ab, gefolgt von Fritz, Philip und Hans-Jürgen. Also wieder die bekannten Herren. Aber plötzlich waren es nur noch drei, denn Fritz hatte Pech mir seinem Boot und musste die Wettfahrt aufgeben. In dieser Wettfahrt gab Manfred die Führung nicht mehr ab. Auf den Plätzen vier, fünf und sechs konnten sich Karl, Klaus und Ina platzieren. Damit war der Segeltag beendet und es ging zurück an Land zum gemütlichen Bierchen mit leckerem Essen, diesmal unten im Clubraum serviert. Die Ergebnisliste für diesen ersten Tag wies vier Segler mit 15 Punkten aus. Der nächste Tag, an dem wiederum zwei Wettfahrten gestartet werden sollten, musste die Entscheidung bringen. Hierbei ist immer ein besonderer Kitzel in dem Streicher zu sehen, der das ganze Feld dann noch durcheinander bringen kann.

    Am Sonntag hingen die Wolken dicht über dem See und der Wind hatte deutlich zugelegt. Leider ließ Petrus auch Wassertropfen vom Himmel fallen, so dass Regenkleidung angesagt war. Der Kurs war der gleiche wie am Vortag. Schon vor dem Start drehte Fritz plötzlich ab, sein Boot hatte wieder eine Panne, Gerd war nicht mehr dabei und Walter fuhr nicht bis ins Ziel. Da waren es nur noch neun. Philip segelte diesmal vorneweg, gefolgt von Manfred und Hans-Jürgen, die sich laufend Positionswechsel leisteten, je nachdem wer den besseren Schlag zur Luvtonne erwischte. Der Wind an der Luvtonne war ziemlich böig und auf dem Vorwindkurs konnte man schon mal ins geigen geraten, bzw. beim schiften des Segels vor dem Wind leichte Probleme bekommen. An diesem Tag mit ordentlichem Wind setzte sich Ute jeweils an die vierte Stelle, ohne die führenden drei jedoch gefährden zu können.

    Im vierten Lauf wollte Klaus auch nicht mehr, so dass nur acht Segler das Ziel der letzten Wettfahrt erreichten. Vorn wieder das gleiche Bild, Manfred hatte sich etwas abgesetzt, Philip und Hans-Jürgen bemühten sich, den Anschluss zu behalten, konnten Manfred aber nicht mehr einholen.

    Die Siegerehrung fand dann unter dem Flaggenmast statt; hier hatte die Regattaleitung ein Telefonat mit Petrus geführt, denn kurz nach der Wettfahrt regnete es in Strömen und nach der Ehrung goss es aus Kübeln. Es war dennoch ein schönes Segelwochenende, weil der Wind im Großen und Ganzen ziemlich konstant war. Außerdem möchte ich nochmals deutlich machen, dass drei Seglerinnen vom Revier Sechs-Seen-Platte dabei waren und vielleicht finden die anderen vier Seglerinnen auch noch Spaß am Regattasegeln.

    Hans-Jürgen Sommerfeld
    GER 382

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF 4.WF Punkte
    1GER-268Groth, Manfred WRK [3]12 1 4,0
    2GER-405Schiller, Philip WSCG 1[2]1 2 4,0
    3GER-382Sommerfeld, Hans-Jürgen      DUYC [4]33 3 9,0
    4GER-8Herwig, Ute DKSC 6[9]4 4 14,0
    5GER-184Bremer, Karl DUYC [9]47 5 16,0
    6GER-100Kunst, Heinz SYH 57[9] 6 18,0
    7GER-22Fischer, Klaus DKSC 1055 [dnc] 20,0
    8GER-385Feise, Ina DSC [8]66 8 20,0
    9GER-93Wessler, Dorothee DKSC 7[8]8 7 22,0
     10GER-31Magnei, Friedrich DKSC 2[dnf]dnc dnc 28,0
    11GER-78Ehrenreich, Walter DUYC 1210[dnc] dnc 35,0
    12GER-209Neumann, Gerd DUYC 11[dnc]dnc dnc 37,0

    siehe auch unter Duisburger Kanu- und Segelclub

     


  • 10./11. Juni: Monarch Cup - Sechs-Seen-Platte, Duisburg - DUYC

     

     

    Bericht

    Nach ein paar Telefonaten ca. 1 ½ Wochen vor der Regatta hatten sich 15 Segler zur Regatta angemeldet. Für diese Regatta eine gute Anzahl. Und am Freitag schon waren die von etwas weiter anreisenden Teilnehmer im Club. Am Samstag im Regattabüro war die Zahl von 14 schnell erreicht; nur unser neuer Regattamonarchist Ben kam erst kurz vor dem angesetzten Starttermin um 14 Uhr. Aber an einen Start war gar nicht zu denken, die Regattaleitung hatte Startverschiebung gesetzt und hielt sich an der Theke auf. Der Wind war böig, aber sehr schwach; typisch „Duisburger Verhältnisse“, wie manche Auswärtige meinten. Die Sonne schien kräftig und Plätze im Schatten waren begehrt. Plötzlich verließ ein Segler nach dem andern den Hafen und alle versuchten, einmal um die Insel zu kommen. Und mit etwas Geduld war dies auch möglich. Anschließend wurde noch länger unter dem Seglerbaum in gemütlicher Runde geklönt. Die Regatta war für heute abgeschossen. Alle hofften auf Wind am Sonntag.

    Und es kam der Wind; morgens schon um 8 Uhr beim Frühstück fegte er durch das Haus. Als wir im Yacht-Club ankamen, hatte er sich aber schon deutlich beruhigt. Dennoch wurde pünktlich um 10:30 Uhr gestartet; zuerst die Bootsklasse Yngling, dann die Monarchen. Die Ynglingboote schafften ca. 200 m, dann dümpelten sie. Zum Monarch Start kam aber wieder eine Böe herein, und es ging los. Durch einen Superstart fuhr Hans gleich allen davon und konnte auch nicht eingeholt werden. Die anderen kämpften um die Plätze, wobei sich aber kaum große Platzverschiebungen ergaben. Der Wind war leicht und häufig mit starken Drehern versehen, aber er schlief nicht mehr ganz ein. So konnten direkt nacheinander drei Wettfahrten gestartet werden; und dies bei einer Temperatur von 28 Grad und vollem Sonnenschein. Ein schöner Segelsonntag.

    Erwähnenswert ist noch, dass im zweiten Lauf Manfred einen sehr guten Start hatte und auch ihm ein Start-Ziel-Sieg gelang. Ähnlich im dritten Lauf: Fritz war schon erster an der Luvtonne und gab die Führung nicht mehr ab. In allen drei Läufen segelte Hans-Peter ganz vorne mit und konnte den zweiten Platz erringen (irgendwie unbeachtet von allen Seglern, die sich sonst gern vorne einfinden). Auch Karl hatte jedes mal einen guten Start, konnte aber meist die Position nicht halten. Er selbst macht sein Alter und seine nicht mehr vorhandene Konzentration über eine ganze Wettfahrt für diesen Mangel verantwortlich.

    Es waren jeweils drei Runden im Up-and-Down-Kurs auf dem Wolfsee zu durchsegeln. Der Wind kam aus Süd bis Südost, Kurs Tonne 3, Tonne 7. Die Regattaleitung stoppte die Runden mit einer Zeit von max. 15 Minuten, was einer guten Segelgeschwindigkeit entsprach. Also war der Wind doch nicht so schlecht.

    Hans-Jürgen Sommerfeld
    GER 382

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF Punkte
    1GER-31Magnei, FriedrichDKSC 231 6,0
    2GER-401Busse, Hans-Peter WSCG 322 7,0
    3GER-371Meyer, HansMTVI 154 10,0
    4GER-268Groth, ManfredWRK 813 12,0
    5GER-332Berndt, Karl-HeinzWYCA 548 17,0
    6GER-382Sommerfeld, Hans-JürgenDUYC 685 19,0
    7GER-405Schiller, Philip WSCG 4610 20,0
    8GER-22Fischer, KlausDKSC 796 22,0
    9GER-184Bremer, KarlDUYC 977 23,0
    10GER-8Herwig, UteDKSC 101012 32,0
    11GER-385Feise, InaDSC 121111 34,0
    12GER-104Clement, Michael DKSC 13139 35,0
    13GER-100Kunst, HeinzSYH 111213 36,0
    14GER-78Ehrenreich, Walter DUYC 1414DNF 44,0
    15GER-394Weichert, Benedict DSCU DNSDNSDNS 48,0

    siehe auch unter Duisburger Yacht-Club



  • 20./21. Mai: Harkortsee Krone - Harkortsee, Hagen-Herdecke-Wetter - YCH


    Gruppenfoto


    Bericht

    Zehn unverdrossene Monarchisten und Gertrud
    Der Wetterbericht hatte Regen und eine Windwarnung für NRW herausgegeben. Beim Start um 14 Uhr war der Wind auch mäßig bis frisch, in Böen allerdings auch stark und es regnete mal schwach und mal heftig.
    Von zehn gemeldeten Monarchen war einer an diesem Tag verhindert und einem rauschte das Großfall beim Aufriggen durch. Es starteten also nur acht Segler. Einem wurde schon bald der Wind zu stark, da waren ´s nur noch sieben, einem riss der Unterliekstrecker, da waren ´s nur noch sechs; einer bekam technische Probleme mit dem Boot, da waren ´s nur noch fünf.
    Ein Dreieckskurs und ein Schenkel waren abgesegelt und dann kam Gertrud, das Tief Gertrud.
    Kaum hatte der führende Segler Philip die letzte Leetonne umrundet, kündigte sich Gertrud mit Donner und Blitz mächtig an. Die Ziellinie war direkt vor den Steganlagen des Clubgeländes vom YCH ausgelegt, was sich gleich noch als Glücksfall herausstellte. Denn innerhalb von kaum fünf Minuten frischte es derart auf, das die Gischt horizontal über das Wasser fegte. Philip kam noch über die Ziellinie, Hans-Jürgen als zweiter wurde kurz vor der Linie von einer Böe gestoppt und benötigte drei Anläufe, um doch noch die Linie zu passieren. Dadurch konnte sich Hans auf den zweiten Platz vorschieben. Fritz und Hubertus versuchten gar nicht erst, zur Ziellinie zu kommen, sondern flüchteten sich ans vermeintlich rettende Ufer. Dabei erwischte Hubertus eine starke Böe, die das Boot auf die Seite warf und Hubertus ins Wasser. Schwimmend und sein Boot aus dem Wasser heraus an dem Ruderblatt lenkend kam er irgendwie zu den Steganlagen.
    Philip, zunächst glücklicher Erster dieser Wettfahrt, wollte in seine Box zurück, legte sein Boot aber flach aufs Wasser, stieg auf den Kiel, um das Boot wieder aufzurichten und wurde von dem schnell hochdrehende Boot ins Wasser befördert. Zu dieser Zeit schwammen mehr Segler im Wasser als in ihren Booten saßen; es waren nämlich auch ca. zwanzig Segler der Laser-Klasse mit dabei, von denen die überwiegende Zahl nur schwimmend zurück kam. Obwohl sich die Helfer alle Mühe gaben, Boote und Segler einzufangen, mussten einige doch etwas länger im Wasser verbleiben.
    Man kann von Glück reden, dass keine Personenschäden entstanden und nur sehr geringer Materialschaden, denn die Wettfahrtleitung hatte zu dieser Zeit Windstärke neun gemessen.

    Am nächsten Morgen, Start 10.30 Uhr, herrschte immer noch Windstärke vier bis sechs und der Himmel verdunkelte sich vorübergehend auch. Daher gingen nur noch vier Monarch-Segler an den Start. Dieser Lauf ging fast ohne Probleme über die zwei Runden.
    Im anschließenden dritten Lauf starteten jedoch nur noch zwei Segler. Der sturmerfahrene Hans setzte sich bald an die Spitze und führte auch bis zur letzten Tonne mit deutlichem Vorsprung. Und da schlug Gertrud noch einmal zu: auf dem langen Vorwindkurs und kurz vor der Tonne drückte eine Böe den Bug unter die Wasseroberfläche, so dass das Boot abrupt von Rauschefahrt in den Stand überging. Hans machte einen ca. sechs Meter weiten Satz ins Wasser. Er konnte sein Boot aber schwimmend wieder erreichen, konnte es auch erklimmen und seine Wettfahrt fortsetzen. Die letzte Kreuz dann zur Ziellinie wurde noch mal ein Kampf mit Hubertus, den Hans aber gewann. Er wurde damit auch Sieger dieser Regatta und nahm den Pokal mit nach Hause.
    Die Bewirtung und Organisation im gastgebenden Club waren wie gewohnt sehr gut, so dass jedem Monarch-Segler nur empfohlen werden kann, im nächsten Jahr auch dort hin zu fahren Die Clubanlagen werden dann vollständig neu bzw. erweitert sein und auch die Zufahrtstrasse soll dann den Namen Strasse verdienen und nicht, wie bisher, mehr einer Loch- und Schlammpiste ähneln.
     
    Hans-Jürgen Sommerfeld
    GER 382

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF Punkte
    1 GER-371 Meyer, Hans MTVI 2 1 1 4,0
    2 GER-251 Luckey, Hubertus YCH 4 2 2 19,0
    3 GER-405 Philip Schiller WSCG 1 dns dns 7,0
    4 GER-268 Groth, Manfred WRK dnf 3 dns 8,0
    5 GER-382 Hans-Jürgen Sommerfeld DUYC 3 dns dns 25,0
    6 GER-403 Jannik Reding YCH dnf 4 dns 26,0
    7 GER-31 Magnei, Fritz DKSC 5 dns dns 27,0
    8 GER-89 Kaiser, Franz Josef YCH dnf dns dns 33,0
    8 GER-100 Kunst, Heinz SYH dns dns dns 33,0
    8 GER-150 Morgenroth, Ursula YCH dns dns dns 33,0

    siehe auch unter Yachtclub Harkortsee Hagen



  • 6./7. Mai: Frühjahrsregatta, Tankumsee, Isenbüttel, WSCG



    Gruppenfoto


    Bericht

    Bei vollem Sonnenschein und guten Windstärken trafen sich 20 Monarchen, um ihre erste Ranglisten-Regatta in diesem Jahr auszusegeln. Das Slippen der Boote lief wie immer problemlos, nur das verholen in die Box konnte nur mit Hilfe eines Motorbootes bewerkstelligt werden, da der Wind auflandig war und Paddeln nicht zum Erfolg führte.
    Fast pünktlich um 14 Uhr wurde die Regatta gestartet und schon auf dem ersten raumen Kurs setzten sich die Favoriten durch. Es mussten drei Runden, jeweils aus Dreieck und Schenkel bestehend, abgesegelt werden. Auf dem kleinen See war dies in ca. 50 Minuten erledigt.
    Neben den Monarchen starteten auch noch Laser, und verschiedene andere Jollenklassen. Es wurden die Laser und die Monarchen als Einzelklasse gewertet und alle gemeinsam auch nach dem Yardstickverfahren. Für die Monarchen wird auf diesem Revier der Faktor 121 genutzt; aber dennoch belegten die Laser die ersten Plätze.
    Wegen der guten Windverhältnisse von ca. 3-4 Beaufort, in Böen auch stark darüber, wurden an dem Sonnabend Nachmittag drei Wettfahrten gestartet. Ab dem zweiten Lauf setzte sich Philip mit seinem neuen Monarchen, den er sichtlich gut getrimmt hatte, durch und konnte insgesamt drei Läufe als erster beenden und damit auch die gesamte Wettfahrtserie für sich entscheiden.

    Verschiedene Dinge sind noch einer Erwähnung wert:

    - bei Volker riss im ersten Lauf ein Wantenseil und der Mast kippte aufs Wasser,
    - im zweiten Lauf brach an dem Boot von Karl die Ruderaufhängung und damit war für ihn die Regatta vorbei,
    - Werner hatte an einer Tonne Probleme mit einer Böe, so dass er eine Kollision nicht vermeiden konnte und sein Boot damit  mit einem kleinen Loch versehen war,
    - Fritz schaffte es nicht, sein Segel so zu trimmen, dass es ihn stetig vorantrieb. Darüber konnte er wohl nicht mehr gut schlafen, so dass er am Sonntag einpackte und entnervt die Heimreise antrat.
    - Hans-Jürgen schrammte mit seinem Boot einen Stahlträger der Steganlage und holte sich einen großen Riss in die Bootsbordwand,
    - Horst und Manfred lagen im fünften Lauf mit einer halben Bahnlänge in Führung, als sie in der zweiten Runde auf den Schenkelkurs gingen. Die Segler auf Platz drei, vier und fünf segelten aber geschlossen nicht zur Leetonne, sondern zur Raumtonne. Dadurch wurden Horst und Manfred so irritiert, dass sie umdrehten und auch die Raumtonne ansteuerten (was natürlich falsch war). Horst wurde damit nur sechster und verschenkte wahrscheinlich fünf Punkte.

    Die Gastfreundschaft für alle von auswärts angereisten Segler war aber hervorragend und die Verpflegung schmeckte sehr gut und war reichlich.
    Hans-Jürgen Sommerfeld
    GER 382

    Ergebnis-Tabelle

    PL SegelNr. Name, Vorname Club 1.WF 2.WF 3.WF 4.WF 5.WF Punkte
    1 GER-405 Schiller, Philip WSCG (7) 1 2 1 1 5,0
    2 GER-369 Betker, Berthold MTVI 1 2 3 5 (8) 11,0
    3 GER-372 Müller, Manfred MTVI 2 (4) 1 4 4 11,0
    4 GER-371 Meyer, Hans MTVI (dsq) 7 4 2 2 15,0
    5 GER-332 Berndt, Karl-Heinz MTVI 5 5 9 3 (11) 22,0
    6 GER-177 Reusch, Horst MTVI 6 3 (7) 7 6 22,0
    7 GER-268 Groth, Manfred WRK 3 9 8 (10) 3 23,0
    8 GER-154 Esslinger, Hugo WYCA 8 (11) 6 9 7 30,0
    9 GER-301 Wolf, Claus MTVI 12 6 (15) 12 5 35,0
    10 GER-344 Bode, Lothar MTVI 10 12 10 (13) 9 41,0
    11 GER-297 Neugebauer, Werner WSCG (dns) 10 14 8 10 42,0
    12 GER-247 Wodopian, Nikolaus SKO 11 13 13 6 (dsq) 43,0
    13 GER-382 Sommerfeld, Hans-Jürgen MTVI 9 14 12 11 (dnc) 46,0
    14 GER-365 Schlipphak, Erwin SVWu 13 8 5 (dnc) dnc 47,0
    15 GER-31 Magnei, Friedrich DKSC 4 15 11 (dnc) dnc 51,0
    16 GER-291 Nagel, Gerhard SKO 16 17 (18) 14 12 59,0
    17 GER-157 Koberstein, Herbert WYCA 15 (16) 16 15 13 59,0
    18 GER-100 Kunst, Heinz SYH (dns) 18 17 16 dsq 72,0
    19 GER-184 Bremer, Karl DUYC 14 (dnf) dns dnc dnc 77,0
    20 GER-347 Schürg, Volker WSCG (dnf) dns dns dnc dnc 84,0

    Ergebnislisten als pdf-Datei
    siehe auch unter Wassersport-Club Gifhorn



    M O N A R C H   -   d a s   E i n h a n d h u b k i e l b o o t
    sportlich * sicher * unproblematisch * nicht für alle * aber für einige alles